{"id":74,"date":"2011-08-31T05:06:28","date_gmt":"2011-08-31T03:06:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-dsl.de\/blog\/?p=74"},"modified":"2011-08-20T05:08:58","modified_gmt":"2011-08-20T03:08:58","slug":"udsl-isdn-geschwindigkeit-ohne-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.abc-dsl.de\/blog\/udsl-isdn-geschwindigkeit-ohne-zukunft\/","title":{"rendered":"UDSL \u2013 ISDN-Geschwindigkeit ohne Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>UDSL war das DSL, was es niemals gab. Zumindest nicht in Deutschland. UDSL, oder auch UADSL, war das K\u00fcrzel f\u00fcr &#8222;Universal Asymmetric Digital Subscriber Line&#8220;, ein Universeller Asymmetrischer Digitaler Teilnehmer-Anschlu\u00df also. Mitunter wurde diese Variante auch ADSL light genannt. Die Idee dahinter war schlichtweg genial: Wie sonst bei DSL auch werden hier die hohen Frequenz-Bereiche zur Daten\u00fcbertragung genutzt, also genau die Frequenzen, welche bei der normalen klassischen Telefonie nicht verwendet werden. Damit k\u00f6nnen wie bei allen anderen die bisherigen Telefonkabel f\u00fcr die DSL-Daten\u00fcbertragung genutzt werden.<\/p>\n<p>Das Geniale an der Idee war: Der Splitter wird weggelassen. Normalerweise sind sogenannte Splitter, im Fachjargon DSL-Weichen genannt, in die Anlage eingebaut, sowohl an der Vermittlungsstelle als auch am Endanschlu\u00df \u2013 diese besondere DSL-Telefonbuchse zu Hause, sozusagen. Diese Weichen sorgen daf\u00fcr, da\u00df sich die jeweiligen Daten\u00fcbertragungen nicht in die Quere kommen. Also, da\u00df man telefonieren und gleichzeitig mit DSL ins Internet gehen kann, ohne da\u00df der eine Vorgang den anderen st\u00f6rt oder gar unterbricht. Den Splitter bei UDSL wegzulassen machte am Anfang wohl auch Sinn: Da sowohl Telefonie als auch DSL zwei verschiedene Frequenzbereiche nutzen, kommen die beiden sich von vornherein nicht in die Quere. Da braucht man dann auch keine extra Weiche mehr. Praktisch bedeutete das Einsparen des Splitters zwei Dinge: Geringere Kosten und so gut wie kein Installationsaufwand. Einfach Stecker rein in die Buchse, und los.<\/p>\n<p>Leider bedeutete es auch noch etwas anderes: Es funktionierte nicht. Es stellte sich heraus, da\u00df die beiden Frequenz-Bereiche sich doch in die Quere kommen, wenn sie ohne Weiche gleichzeitig genutzt werden. Telefonate wurde unterbrochen, wenn zur selben Zeit der DSL-Zugang aktiviert wurde. Die Modems kommunizierten nicht einheitlich mit der Telefonleitung. Frequenz-Filter, die entweder die Telefonleitung oder die DSL-Leitung st\u00e4rken sollten, kamen gleichzeitig zum Einsatz und annullierten sich gegenseitig. Kurz gesagt, es war eine Katastrophe. Weshalb UDSL nie wirklich zum Einsatz kam. Es wird in den USA angeboten, war aber nie in Deutschland erh\u00e4ltlich. Aus gutem Grund, m\u00f6chte man sagen. Ach ja, die Geschwindigkeiten: Nach den Angaben der Anbieter liefert UDSL in den Staaten bis zu 1,5 Mbit\/s im downstream. Was ja eigentlich nicht schlecht ist. Aufgrund der ganzen St\u00f6rungen und der Fehlerquote traut sich aber keiner, diese Datentransferraten auch zuzusagen. Die meisten Anbieter garantieren dementsprechend maximal 64 kbit\/s im downstream. Womit wir wieder bei ISDN-Geschwindigkeiten w\u00e4ren. Da kann man sich den ganzen \u00c4rger auch sparen\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UDSL war das DSL, was es niemals gab. Zumindest nicht in Deutschland. UDSL, oder auch UADSL, war das K\u00fcrzel f\u00fcr &#8222;Universal Asymmetric Digital Subscriber Line&#8220;, ein Universeller Asymmetrischer Digitaler Teilnehmer-Anschlu\u00df also. Mitunter wurde diese Variante auch ADSL light genannt. 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